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Diversität steigern

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Diversität steigern

Auch Sie wollen die Vielfalt Ihrer Belegschaft steigern und die besten Talente für sich gewinnen? Wie diversity-gerechte Personalauswahl verpackt in psychometrische Minispiele aussehen kann, lesen Sie hier!

Immer mehr Unternehmen setzen sich zum Ziel, die Vielfalt ihrer Belegschaft zu erhöhen, insbesondere auf den höheren Führungsebenen. Die konsequente Ausrichtung aller Recruiting-Maßnahmen auf die Erhöhung von Diversity wird damit zu einem der wichtigsten strategischen Ansätze in kleinen, großen und mittelständischen Unternehmen. Die Gründe für den hohen Stellenwert von Diversität sind vielfältig. So spielt Diversity nicht nur aus gesellschaftlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Perspektive eine wichtige Rolle.

Diversität steigern – Wozu eigentlich?

Gesteigerte Vielfalt = Eine der wichtigsten Waffen im War for Talents.

Das wohl wichtigste Argument für eine stärkere Berücksichtigung diverser Zielgruppen bei Einstellungsentscheidungen ist der Fachkräftemangel. Denn mit der Verschiebung von einem Arbeitgebermarkt (Zahl offene Stellen < Zahl geeignete Bewerber:innen) zu einem Arbeitnehmermarkt (Zahl offene Stellen > Zahl geeignete Bewerber:innen) haben die Unternehmen weiterhin mit der Herausforderung zu kämpfen, qualifizierte Fachkräfte zu finden.

In diesem Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte, sogenannte High Potentials, macht es aus wirtschaftlicher Perspektive somit einfach keinen Sinn, Talente mit diversen Hintergründen zu übersehen oder nicht direkt und konsequent anzusprechen. Denn so sind beispielsweise weibliche Talente in der heutigen Arbeitswelt häufig genauso gut oder sogar besser ausgebildet als ihre männlichen Kommilitonen (Hobler et al. 2020). Indem weibliche Talente also nicht aktiv in ihren individuellen Bedürfnissen angesprochen werden, riskieren Unternehmen die besten Talente für offene Stellen zu verlieren.

Gesteigerte Vielfalt = Gesteigerter Profitabilität

Unternehmen mit einer Belegschaft, die sich durch diverse persönliche (z.B. Geschlecht, sexuelle Orientierung, Kultur) und fachliche Hintergründe (z.B. Studienabschlüsse, Berufserfahrungen) auszeichnet, sind innovativer, erfolgreicher und profitabler. Wie stark der Zusammenhang zwischen Diversität und Profitabilität ist, zeigen Studien eindrucksvoll: So sind Unternehmen mit hoher Diversität mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 36% überdurchschnittlich profitabel (McKinsey, 2015). Ein wichtiger Grund: Diverse, heterogene Teams arbeiten produktiver, kreativer und effizienter als rein homogene Teams (Homann & Greer, 2013).

Gesteigerte Vielfalt = Gesteigerte Arbeitgeberattraktivität

Doch die positiven Effekte höherer Diversity strahlen nicht nur nach innen (z.B. Unternehmenskennzahlen, Teameffektivität), sondern ebenso nach außen (z.B. Employer Brand). So sind Unternehmen, die auf Diversity setzen, sind nicht nur profitabler, sondern werden auch von potenziellen Bewerber:innen attraktiver wahrgenommen (Daugherty & Chowdhury, 2019). Zum Beispiel ist es für die Vielzahl von Mitarbeiter:innen sogar wichtiger in einem diversen Umfeld tätig zu sein, als ein höheres Gehalt zu bekommen (Stepstone, 2020). Weitere Vorteile einer höheren Diversity liegen in einer höheren Retention (Mitarbeiter:innenbindung) und geringeren Fluktuation (Stellenwechsel) (Chamberlain, 2016).

Diversity steigern – Doch wie?

Eine faire und diskriminierungsfreie Personalauswahl ist der wichtigste Hebel für mehr Diversität im Unternehmen. Denn so wird im Recruiting durch die Auswahl der Talente der Grundstein für mehr Diversität in Teams und damit nachhaltigen Unternehmenserfolg gelegt. Doch an welchen Hebeln müssen Unternehmen drehen, um ihre Personalauswahl diskriminierungsfrei und fair zu gestalten und so Talente mit unterschiedlichem Hintergrund zu gewinnen?

Stellschraube 1: Standardisierung des Recruiting-Prozesses

Der häufigste Grund für die (häufig unabsichtliche) Diskriminierung von Bewerber:innen mit diversen Hintergründen ist eine mangelnde Standardisierung des Auswahlprozesses. Denn ohne es zu merken, werden Personalverantwortliche in wenig standardisierten Auswahlprozessen häufig durch irrelevante Aspekte beeinflusst (man spricht hier auch von Unconscious Biases), die zu fehlerhaften Personalentscheidungen führen.

Unconscious Bias: „unbewusste kognitive Verzerrungen und andere fehlerhafte Neigungen bei der Wahrnehmung, Erinnerung und Beurteilung“ (Wondrak, 2014)

Zwei Beispiele für unbewusste Biases im Vorstellungsgespräch:

  • Bewerber:innen mit Dialekt oder ausländischem Akzent werden als weniger kompetent erlebt (Rakić, Steffens, & Mummendey, 2011)
  • Fachliche Anforderungen (z.B. Programmierfähigkeiten, Excel-Kenntnisse)

Um die Validität und Fairness im Recruiting sicherzustellen, gilt es daher den Personalauswahlprozess zu standardisieren und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gestalten. Folglich sollte auf eine möglichst hohe Standardisierung und wissenschaftliche Fundierung jedes einzelnen Personalauswahlkriteriums geachtet werden, welches zur Einstellungsentscheidung herangezogen werden. Insbesondere gehört dazu die Standardisierung des Vorstellungsgesprächs, der Einsatz wissenschaftlicher eignungsdiagnostischer Testverfahren und eine empirische, datengetriebene Anforderungsanalyse). So sind Vorstellungsgespräche beispielsweise insbesondere dann valide (d.h. sie sagen beruflichen Erfolg zuverlässig vorher), wenn sie auf einer fundierten Anforderungsanalyse aufbauen, strukturierten Leitfäden folgen und Entscheidungen durch geschulte Interviewende im Konsens getroffen werden  (>2 Interviewende, siehe auch unseren Leitfaden zur Gestaltung von Vorstellungsgesprächen)

Stellschraube 2: Neutrale, inklusive Sprache

Es geht bei der Jobbezeichnung los und endet bei der Beschreibung der Tätigkeiten: Sprache und Bilder in Stellenanzeigen sollten Bewerber:innen diverser Hintergründe gleichermaßen ansprechen.

In der Praxis ist dies jedoch nur selten der Fall. So ist die Sprache in Stellenanzeigen traditionell vor allem auf die Bedürfnisse weißer, männlicher Bewerber ausgerichtet, und die verwendeten Bilder zeigen nur selten die Gesichter von Frauen oder Personen mit unterschiedlichem ethnischem Hintergrund.

Die Folge: Ein wichtiges Potenzial, um Individuen mit diversen Hintergründen und Erfahrungen anzusprechen, wird verspielt. So zeigt beispielsweise Forschung, dass sich Frauen seltener auf eine Stelle bewerben, wenn diese eine Vielzahl von Anforderungen listet (Mohr 2014) oder stereotyp männliche Adjektive verwendet (z.B. durchsetzungsstark, kämpferisch). Unternehmen sollten folglich ihre Stellenanzeigen und Unternehmenskommunikation kontinuierlich auf mögliche Hiring Biases und Inklusivität prüfen. Ein wichtiger Schritt ist hier zum Beispiel, die Anforderungen auf ihren tatsächlichen Zusammenhang mit dem Berufserfolg zu überprüfen und Kriterien zu streichen, für die kein nachweisbarer Zusammenhang gefunden werden kann. Weiteres Potenzial liegt in der kontinuierlichen Überprüfung der Wirkung von Adjektiven und Beschreibungen in unterschiedlichen Zielgruppen und der Auswahl von Bildern, die eine inklusive Unternehmenskultur abbilden (siehe auch unseren Leitfaden zur Gestaltung von Stellenanzeigen).

Stellschraube 3: Diversity-gerechte Eignungsdiagnostik

Eines der wichtigsten Erfolgsgeheimnisse für mehr Diversität im Unternehmen ist der Einsatz wissenschaftlich fundierter Eignungsdiagnostik im Personalauswahlprozess. Denn die starke Orientierung eignungsdiagnostischer Verfahren an den Gütekriterien der klassischen Testtheorie gewährleistet in der Regel eine hohe Objektivität, Reliabilität und Validität des Auswahlprozesses.

Ein anderes wichtiges Gütekriterium in der wissenschaftlichen Eignungsdiagnostik ist die Testfairness. Testfairness beschreibt dabei, dass keine Gruppe in einem Testverfahren systematisch benachteiligt wird (z. B. basierend auf Geschlecht oder ethnischem Hintergrund). Doch Vorsicht ist geboten. Denn der Einsatz eignungsdiagnostischer Verfahren und die Standardisierung von Auswahlinstrumenten tragen zwar stark zu einem höheren Maß an Fairness bei, dennoch trifft dies nicht immer zu. So sind beispielsweise Fragen und Testinhalte (häufig unabsichtlich) auf westliche Kulturkreise ausgerichtet (Camilli, 2006) und eine mangelnde Normierung der Testergebnisse in diversen, aktuellen Stichproben führt zu Verzerrungen in der Testauswertung.

Ein hohes Potenzial liegt damit in der Verwendung weitgehend sprachfreier Testmethoden, etwa in der Form von psychometrischer Minispielen. Schließlich spielen Geschlecht, ethnische Herkunft und Hautfarbe bei den Testergebnissen der weitgehend sprachfreien, aber psychologisch und messtheoretisch fundierten Minispiele keine Rolle. Bei der Analyse der Testergebnisse unterstützen intelligente Algorithmen, die sich kontinuierlich weiterentwickeln und die Ergebnisse groß angelegter, diverser Stichproben einbeziehen.

Stellschraube 4: Unconcious Bias Trainings und Workshops

Eine größere Vielfalt bedeutet immer auch ein kontinuierliches Lernen und Reflektieren der eigenen Vorurteile. Denn auch wenn sich HR-Verantwortliche und Mitarbeiter:innen bei Stellenausschreibungen und der Auswahl von Talenten auf aktuelle Forschungsergebnisse, Eignungsdiagnostik und intelligente Algorithmen stützen können, sind wir nie vor unbewussten Vorurteilen geschützt, die Bewertungen verzerren können.

Ein wichtiger Stellhebel für diversity-gerechte Personalauswahl sind folglich kontinuierliche Schulungen und Trainings, die eine konstante Reflektion und aktive Veränderung der eigenen Verhaltens- und Denkmuster anregen. Um Diversität nicht nur in der Personalauswahl, sondern auch in der Unternehmenskultur zu verankern, sind solche Schulungen nicht nur für Mitarbeiter:innen im Recruiting, sondern auch bereichsübergreifend zentral. Denn nur wenn sich alle Mitarbeiter:innen sich ihren eigenen Biases bewusst werden, kann eine Kultur etabliert werden, in der jeder versteht, dass letztlich alle von mehr Diversität profitieren.

Ein erster Schritt ist es, sich diese Hiring Biases bewusst zu machen. Anschließend kann man sich von intelligenten Algorithmen unterstützen lassen!

Quellen

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Auch Sie wollen die Vielfalt Ihrer Belegschaft steigern und die besten Talente für sich gewinnen? Wie diversity-gerechte Personalauswahl verpackt in psychometrische Minispiele aussehen kann, lesen Sie hier!

Immer mehr Unternehmen setzen sich zum Ziel, die Vielfalt ihrer Belegschaft zu erhöhen, insbesondere auf den höheren Führungsebenen. Die konsequente Ausrichtung aller Recruiting-Maßnahmen auf die Erhöhung von Diversity wird damit zu einem der wichtigsten strategischen Ansätze in kleinen, großen und mittelständischen Unternehmen. Die Gründe für den hohen Stellenwert von Diversität sind vielfältig. So spielt Diversity nicht nur aus gesellschaftlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Perspektive eine wichtige Rolle.

Diversität steigern – Wozu eigentlich?

Gesteigerte Vielfalt = Eine der wichtigsten Waffen im War for Talents.

Das wohl wichtigste Argument für eine stärkere Berücksichtigung diverser Zielgruppen bei Einstellungsentscheidungen ist der Fachkräftemangel. Denn mit der Verschiebung von einem Arbeitgebermarkt (Zahl offene Stellen < Zahl geeignete Bewerber:innen) zu einem Arbeitnehmermarkt (Zahl offene Stellen > Zahl geeignete Bewerber:innen) haben die Unternehmen weiterhin mit der Herausforderung zu kämpfen, qualifizierte Fachkräfte zu finden.

In diesem Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte, sogenannte High Potentials, macht es aus wirtschaftlicher Perspektive somit einfach keinen Sinn, Talente mit diversen Hintergründen zu übersehen oder nicht direkt und konsequent anzusprechen. Denn so sind beispielsweise weibliche Talente in der heutigen Arbeitswelt häufig genauso gut oder sogar besser ausgebildet als ihre männlichen Kommilitonen (Hobler et al. 2020). Indem weibliche Talente also nicht aktiv in ihren individuellen Bedürfnissen angesprochen werden, riskieren Unternehmen die besten Talente für offene Stellen zu verlieren.

Gesteigerte Vielfalt = Gesteigerter Profitabilität

Unternehmen mit einer Belegschaft, die sich durch diverse persönliche (z.B. Geschlecht, sexuelle Orientierung, Kultur) und fachliche Hintergründe (z.B. Studienabschlüsse, Berufserfahrungen) auszeichnet, sind innovativer, erfolgreicher und profitabler. Wie stark der Zusammenhang zwischen Diversität und Profitabilität ist, zeigen Studien eindrucksvoll: So sind Unternehmen mit hoher Diversität mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 36% überdurchschnittlich profitabel (McKinsey, 2015). Ein wichtiger Grund: Diverse, heterogene Teams arbeiten produktiver, kreativer und effizienter als rein homogene Teams (Homann & Greer, 2013).

Gesteigerte Vielfalt = Gesteigerte Arbeitgeberattraktivität

Doch die positiven Effekte höherer Diversity strahlen nicht nur nach innen (z.B. Unternehmenskennzahlen, Teameffektivität), sondern ebenso nach außen (z.B. Employer Brand). So sind Unternehmen, die auf Diversity setzen, sind nicht nur profitabler, sondern werden auch von potenziellen Bewerber:innen attraktiver wahrgenommen (Daugherty & Chowdhury, 2019). Zum Beispiel ist es für die Vielzahl von Mitarbeiter:innen sogar wichtiger in einem diversen Umfeld tätig zu sein, als ein höheres Gehalt zu bekommen (Stepstone, 2020). Weitere Vorteile einer höheren Diversity liegen in einer höheren Retention (Mitarbeiter:innenbindung) und geringeren Fluktuation (Stellenwechsel) (Chamberlain, 2016).

Diversity steigern – Doch wie?

Eine faire und diskriminierungsfreie Personalauswahl ist der wichtigste Hebel für mehr Diversität im Unternehmen. Denn so wird im Recruiting durch die Auswahl der Talente der Grundstein für mehr Diversität in Teams und damit nachhaltigen Unternehmenserfolg gelegt. Doch an welchen Hebeln müssen Unternehmen drehen, um ihre Personalauswahl diskriminierungsfrei und fair zu gestalten und so Talente mit unterschiedlichem Hintergrund zu gewinnen?

Stellschraube 1: Standardisierung des Recruiting-Prozesses

Der häufigste Grund für die (häufig unabsichtliche) Diskriminierung von Bewerber:innen mit diversen Hintergründen ist eine mangelnde Standardisierung des Auswahlprozesses. Denn ohne es zu merken, werden Personalverantwortliche in wenig standardisierten Auswahlprozessen häufig durch irrelevante Aspekte beeinflusst (man spricht hier auch von Unconscious Biases), die zu fehlerhaften Personalentscheidungen führen.

Unconscious Bias: „unbewusste kognitive Verzerrungen und andere fehlerhafte Neigungen bei der Wahrnehmung, Erinnerung und Beurteilung“ (Wondrak, 2014)

Zwei Beispiele für unbewusste Biases im Vorstellungsgespräch:

  • Bewerber:innen mit Dialekt oder ausländischem Akzent werden als weniger kompetent erlebt (Rakić, Steffens, & Mummendey, 2011)
  • Fachliche Anforderungen (z.B. Programmierfähigkeiten, Excel-Kenntnisse)

Um die Validität und Fairness im Recruiting sicherzustellen, gilt es daher den Personalauswahlprozess zu standardisieren und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gestalten. Folglich sollte auf eine möglichst hohe Standardisierung und wissenschaftliche Fundierung jedes einzelnen Personalauswahlkriteriums geachtet werden, welches zur Einstellungsentscheidung herangezogen werden. Insbesondere gehört dazu die Standardisierung des Vorstellungsgesprächs, der Einsatz wissenschaftlicher eignungsdiagnostischer Testverfahren und eine empirische, datengetriebene Anforderungsanalyse). So sind Vorstellungsgespräche beispielsweise insbesondere dann valide (d.h. sie sagen beruflichen Erfolg zuverlässig vorher), wenn sie auf einer fundierten Anforderungsanalyse aufbauen, strukturierten Leitfäden folgen und Entscheidungen durch geschulte Interviewende im Konsens getroffen werden  (>2 Interviewende, siehe auch unseren Leitfaden zur Gestaltung von Vorstellungsgesprächen)

Stellschraube 2: Neutrale, inklusive Sprache

Es geht bei der Jobbezeichnung los und endet bei der Beschreibung der Tätigkeiten: Sprache und Bilder in Stellenanzeigen sollten Bewerber:innen diverser Hintergründe gleichermaßen ansprechen.

In der Praxis ist dies jedoch nur selten der Fall. So ist die Sprache in Stellenanzeigen traditionell vor allem auf die Bedürfnisse weißer, männlicher Bewerber ausgerichtet, und die verwendeten Bilder zeigen nur selten die Gesichter von Frauen oder Personen mit unterschiedlichem ethnischem Hintergrund.

Die Folge: Ein wichtiges Potenzial, um Individuen mit diversen Hintergründen und Erfahrungen anzusprechen, wird verspielt. So zeigt beispielsweise Forschung, dass sich Frauen seltener auf eine Stelle bewerben, wenn diese eine Vielzahl von Anforderungen listet (Mohr 2014) oder stereotyp männliche Adjektive verwendet (z.B. durchsetzungsstark, kämpferisch). Unternehmen sollten folglich ihre Stellenanzeigen und Unternehmenskommunikation kontinuierlich auf mögliche Hiring Biases und Inklusivität prüfen. Ein wichtiger Schritt ist hier zum Beispiel, die Anforderungen auf ihren tatsächlichen Zusammenhang mit dem Berufserfolg zu überprüfen und Kriterien zu streichen, für die kein nachweisbarer Zusammenhang gefunden werden kann. Weiteres Potenzial liegt in der kontinuierlichen Überprüfung der Wirkung von Adjektiven und Beschreibungen in unterschiedlichen Zielgruppen und der Auswahl von Bildern, die eine inklusive Unternehmenskultur abbilden (siehe auch unseren Leitfaden zur Gestaltung von Stellenanzeigen).

Stellschraube 3: Diversity-gerechte Eignungsdiagnostik

Eines der wichtigsten Erfolgsgeheimnisse für mehr Diversität im Unternehmen ist der Einsatz wissenschaftlich fundierter Eignungsdiagnostik im Personalauswahlprozess. Denn die starke Orientierung eignungsdiagnostischer Verfahren an den Gütekriterien der klassischen Testtheorie gewährleistet in der Regel eine hohe Objektivität, Reliabilität und Validität des Auswahlprozesses.

Ein anderes wichtiges Gütekriterium in der wissenschaftlichen Eignungsdiagnostik ist die Testfairness. Testfairness beschreibt dabei, dass keine Gruppe in einem Testverfahren systematisch benachteiligt wird (z. B. basierend auf Geschlecht oder ethnischem Hintergrund). Doch Vorsicht ist geboten. Denn der Einsatz eignungsdiagnostischer Verfahren und die Standardisierung von Auswahlinstrumenten tragen zwar stark zu einem höheren Maß an Fairness bei, dennoch trifft dies nicht immer zu. So sind beispielsweise Fragen und Testinhalte (häufig unabsichtlich) auf westliche Kulturkreise ausgerichtet (Camilli, 2006) und eine mangelnde Normierung der Testergebnisse in diversen, aktuellen Stichproben führt zu Verzerrungen in der Testauswertung.

Ein hohes Potenzial liegt damit in der Verwendung weitgehend sprachfreier Testmethoden, etwa in der Form von psychometrischer Minispielen. Schließlich spielen Geschlecht, ethnische Herkunft und Hautfarbe bei den Testergebnissen der weitgehend sprachfreien, aber psychologisch und messtheoretisch fundierten Minispiele keine Rolle. Bei der Analyse der Testergebnisse unterstützen intelligente Algorithmen, die sich kontinuierlich weiterentwickeln und die Ergebnisse groß angelegter, diverser Stichproben einbeziehen.

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Florian Dyballa

CEO, Co-Founder

Über Florian

  • Gründer & CEO von Aivy – entwickelt innovative Wege der Personaldiagnostik und zählt zu den Top 10 HR-Tech-Gründern Deutschlands (Business Punk)
  • Über 500.000 digitale Eignungstests erfolgreich im Einsatz bei mehr als 100 Unternehmen wie Lufthansa, Würth und Hermes
  • Dreifach mit dem HR Innovation Award ausgezeichnet und regelmäßig in führenden Wirtschaftsmedien präsent (WirtschaftsWoche, Handelsblatt und FAZ)
  • Verbindet als Wirtschaftspsychologe und Digital-Experte fundierte Tests mit KI für faire Chancen in der Personalauswahl
  • Teilt Expertise als gefragter Vordenker der HR-Tech-Branche – in Podcasts, Medien und auf wichtigen Branchenveranstaltungen
  • Gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeitswelt – durch die Verbindung von Wissenschaft und Technologie für bessere und gerechtere Personalentscheidungen
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Dr. Kevin-Lim Jungbauer
Recruiting and HR Diagnostics Expert bei Beiersdorf
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